Junge Unternehmer: Deutschlands Schüler sind nicht ausbildungsreif
Dachau, 4. März 2010 „Junge Unternehmer suchen qualifizierte Bewerber für die Berufsausbildung, aber die Schulabgänger haben häufig keine Vorstellung von der Arbeitswelt und Berufspraxis“, kommentiert der Sprecher der Wirtschaftsjunioren Dachau die Ergebnisse des Berufsbildungsberichts 2010 der Regierung. „Für uns Wirtschaftsjunioren ist es leider keine neue Erkenntnis, daß ein Großteil deutscher Schüler nicht ausbildungsreif ist. Der Kampf um qualifizierten Nachwuchs ist längst entbrannt“, meint Christoph Neeb.
„Unternehmer müssen heute die Defizite aus Elternhaus und Schule ausgleichen, wenn manche Schüler auch nach der Schule noch nicht richtig lesen, schreiben und rechnen können. Auch die Unternehmen zählen damit zu den Verlierern des defekten Bildungssystems“, so Neeb. „Wir erwarten, daß Schulen zu einer engeren Vernetzung mit der Wirtschaft verpflichtet werden und Berufsorientierung zu einer ihrer zentralen Aufgaben machen“, unterstreicht Neeb eine der Forderungen der Wirtschaftsjunioren.
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland engagieren sich deutschlandweit in 213 Kreisen für eine bessere Bildung und für einen besseren Übergang von der Schule in den Beruf. Mit ihren mehr als 100 Bildungsprojekten erreichen sie jährlich rund 200.000 Schüler.
